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"Hilf mir es selbst zu tun"
Unsere pädagogischen Vorstellungen orientieren sich am Grundkonzept von Rebeca und Mauricio Wild.
In einer vorbereiteten und entspannten Umgebung können die Kinder selbstbestimmt und selbstständig agieren. Die Kinder haben die Freiheit, unter Einhaltung einiger klar definierter (Gruppen)-Regeln ihren Bedürfnissen entsprechend, zu handeln und ihr Tun selbst zu bestimmen.
Die KindergruppenbetreuerInnen verpflichten sich authentisch und respektvoll den Kindern zu begegnen und ihnen Raum und Zeit für die Entfaltung ihrer Selbstständigkeit zu bieten.
Ein Grundsatz dabei ist eine Erziehung, die die Kategorien Geschlecht, Kultur und soziale Position gleichberechtigt einbezieht. Darunter verstehen wir einen wertoffenen und integrativen Umgang in der Gruppe.
Sie sollen lernen Konflikte in angemessener Weise zu lösen und Rücksicht auf die Bedürfnisse der anderen zu nehmen. Sie sollen erfahren, dass es Freude macht, miteinander zu teilen und anderen zu helfen.

Drei Elemente sind für dieses Konzept wichtig:
1. Ein wichtiges Element ist das freie Spiel in einer vorbereiteten und entspannten Umgebung: Das heißt, die KindergruppenbetreuerInnen sind in einer "aktiven Zuschauerrolle", indem sie mit ihrer Aufmerksamkeit bei den Kindern sind und auf deren Bedürfnisse und Anregungen eingehen, sie jedoch nicht ständig motivieren, drängen oder fordern. Es darf auch "nichts" getan werden. Unter vorbereiteter Umgebung verstehen wir das Bereitlegen verschiedenster Materialien, die dem Alter der Kinder entsprechen und alle Sinne ansprechen. Die KindergruppenbetreuerInnen greifen Themen, die in der Gruppe gerade aktuell sind, auf und versuchen, unter Bereitstellung der notwendigen Ressourcen den Interessen der Kinder gerecht zu werden. Dies bedeutet, dass die KindergruppenbetreuerInnnen ihre Tagesaktivitäten an die Bedürfnisse der Kinder anpassen und nicht die Kinder sich an die vorgegebenen Angebote halten müssen.
2. Ein weiteres Element sind Angebote unterschiedlicher Aktivitäten, die die KindergruppenbetreuerInnen entsprechend ihren Fähigkeiten und den Bedürfnissen der Kinder vorbereiten (z. B. Rhythmik, Singen, Werken, Vorschule, Morgenkreis, Basteln etc.), wobei die Kinder frei entscheiden, ob sie mitmachen mächten oder nicht. Ziel der kreativen Projekte ist jedoch das Tun, das Erlernen neuer Techniken, nicht das Ergebnis! Die KindergruppenbetreuerInnen stellen halbjährlich Projekte vor, die sie gerne machen würden. Auswahl, Beginn und Dauer der Projekte obliegen den KindergruppenbetreuerInnen. Außerdem werden zweimal wöchentlich Ausflüge gemacht (Spielplätze, Turnsaal, Theater, Bücherei, Schwimmbad etc.).
3. Das dritte Element nach dem Konzept von Rebeca und Mauricio Wild ist die reflektierte Arbeit: Diese wird zuallererst vom KindergruppenbetreuerInnenteam geleistet (Selbstreflexion, Reflexion über die Kinder, Supervision), aber auch von den KindergruppenbetreuerInnen gemeinsam mit den Eltern (z.B. Einzelgespräche mit Eltern, Elternabende). In (Klein-)Gruppenarbeit werden aktuelle Themen aufgezeigt, diskutiert und gemeinsam Lösungsmöglichkeiten erarbeitet. Daraus ergibt sich eine gewisse Dynamik, im Zuge derer durchaus geltende Regeln immer wieder hinterfragt und geändert werden können, um sie den Gegebenheiten anzupassen. Voraussetzung dafür ist eine regelmäßige Teilnahme aller Eltern am Elternabend.


Tabu Kindergruppen

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